Wann ist es sinnvoll, neue Ziele zu formulieren?

Phasen von Veränderung

Nicht immer ist der richtige Zeitpunkt für neue Ziele

 

Das Leben erfordert oft eine Kurskorrektur von uns. Dinge verändern sich, Menschen verändern sich und plötzlich ist vieles nicht mehr so, wie es war.

Gerade wenn solche Veränderungen sehr massiv sind, dann tun wir uns oft schwer mit unseren Reaktionen. Es dauert oft seine Zeit, bis wir wirklich bereit sind, die neue Situation auch für uns zu nutzen, anstatt nur zu jammern, dass etwas nicht mehr funktioniert.

Manchmal sind wir dann aber auch schnell dabei, uns etwas Neues vorzunehmen. Wir wollen schnell etwas verändern. Durch diese Veränderung erhoffen wir uns baldige Erlösung von unserem derzeitigen Schmerz.

 

Warum diese schnellen neuen Ziele oft nach hinten los gehen, verrate ich Dir hier.

 

Denn es gibt bestimmte Phasen, die Veränderungen durchlaufen müssen. Je nach Größe der Veränderung und je nach Potential der Betroffenen (das können Sie als Person sein, aber das gilt genauso für Abteilungen, Unternehmen oder Familien) kann die Dauer dieser Phasen sehr variieren.

Doch für das Verständnis, wann es wirklich angebracht ist, sich selbst wieder neue eigene Ziele zu setzen, sollten Sie wissen, welche Phasen das sind:

1. Schock
2. Veneinung
3. Rationale Einsicht
4. Emotionale Einsicht
5. Neue Ideen
6. Stärke gewonnen

 

Was ist nun in den verschieden Phasen zu beachten?

1. Schock

In der ersten Phase sind wir meist völlig überrascht. Wir haben nicht mit diesem Ereignis gerechnet. In dieser Phase denken wir noch nicht an neue Ziele, da versuchen wir meist das alte weiter zu verfolgen. Oft genug verstärken wir hier sogar unsere Anstrengungen.

2. Veneinung

Denn im Grunde verneinen wir die Realität. Wir wollen es nicht wahrhaben, dass das so passiert ist. Es kann doch gar nicht sein…In dieser Phase hoffen wir oft darauf, dass sich schon alles wieder zum Guten wendet. Manchmal blenden wir die Realität auch sehr massiv aus. Das passiert beispielsweise, wenn Menschen ihre Post nicht mehr aufmachen, oder die geliebte Person stalken.

Hier kommt es nicht darauf an, neue Pläne zu schmieden, denn daran können wir gar nicht denken.

Es geht darum, die Realität anzunehmen. Denn es fehlt

3. Rationale Einsicht

Hier ist meist der Zeitpunkt an dem wir begriffen haben, dass etwas getan werden muss. Doch genau diese Phase ist in unserer vom Verstand so dominierten Welt auch die schwierigste. Hier versuchen wir oft schon etwas Neues zu machen. Möglicherweise kämpfen wir gegen die Umstände an.

Diese Phase kann sehr lange dauern, führt aber nicht wirklich zu guten und erfolgreichen Zielen, weil eine ganz wichtige Phase fehlt:

4. Emotionale Einsicht

Diese Phase wird sehr gerne vermieden. Denn hier tut es weh. Hier fühlen wir uns so richtig schlecht. Hier ist das „Tal der Tränen“. Hier geht es darum, wirklich emotional anzunehmen, was passiert ist. Hier sind wir auch am Tiefpunkt angekommen. Von Kompetenz keine Spur mehr.

Doch genau diese Phase ist elementar wichtig, damit wir auf der Grundlage der neuen Bedingungen wirklich

5. Neue Ideen

entwickeln können. Hier dürfen wir uns wieder ausprobieren. Hier können wir endlich neue Ziele formulieren. Jedoch sind das erst einmal kleinere, die getestet werden dürfen. Hier kommt es dann auch auf eine gute Formulierung an. Hier können wir uns erlauben, neue Fähigkeiten zu lernen und Fehler zu machen. Hier gilt es auch, immer wieder Anpassungen an den Zielen vorzunehmen. Dabei gilt es eine spielerische und ausprobierende Haltung einzunehmen

Auch das ist nicht immer leicht, aber danach hat man

6. Stärke gewonnen

Jetzt ist die Veränderung wirklich überwunden. Nun ist es auch an der Zeit, sich wirklich neu auszurichten. Egal ob als einzelne Person, oder auch als Unternehmen.

Dabei kann dann die eigene Vision überarbeitet oder völlig neu gestaltet werden.

Und die nächsten Ziele können gesetzt werden.

 


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Ein Gedanke zu „Wann ist es sinnvoll, neue Ziele zu formulieren?

  1. Norbert Sczepanski Antworten

    hallo liebe silke,
    dein artikel gefällt mir sehr gut.
    besonders die sache mit den „phasen“

    das habe ich auch schon des öfteren
    genau so erlebt.

    also ich danke dir dafür 🙂

    herzlich
    norbert sczepanski

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